
Jedes Jahr am Tag nach Christi Himmelfahrt machen sich
fast 400 Männer auf den 60 Kilometer langen Weg von
Bad Königshofen im Grabfeld zum Wallfahrtsort Vierzehnheiligen – und wieder
zurück nach Bad Königshofen. Drei Tage sind die Männer unterwegs.
„Wallfahrer ziehen durch das Tal … von Bamberg bis zum Grabfeldgau“:
so dichtete schon 1859 Viktor von Scheffel in seinem Frankenlied
„Wohlauf, die Luft geht frisch und rein“.
Wallfahrten und Pilgerreisen gibt es so lange wie das Christentum.
Der Apostel Paulus war tausende Kilometer unterwegs,
um den Glauben an Jesus Christus zu verkünden.
Im Laufe der Kirchengeschichte entstanden viele große und kleine Wallfahrtsorte
wie zum Beispiel Santiago de Compostela in Spanien oder Vierzehnheiligen in Deutschland.
Das II. Vatikanische Konzil sieht die Christen als das „pilgernde Gottesvolk“
(Lumen gentium). Heute ist Pilgern noch aktueller denn je.
Tausende sind unterwegs, um sich eine Auszeit zu nehmen,
zur Ruhe und zu sich zu kommen, ihren Kontakt mit Gott zu vertiefen.
Pilgern ist Abenteuer und Intensivzeit zugleich: Exerzitien zu Fuß!
Die Männerwallfahrt von Bad Königshofen nach Vierzehnheiligen
ist eine Wallfahrt mit 80-jähriger Tradition und doch ganz zeitgemäß.
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